Eine Reise ins Jahr 1966

Bereits vor einiges Wochen hatte der NAC Duisburg zur 1. Virtuellen NAC-Ori eingeladen. Nicole Jentsch war diesmal als einzige AMC Burbach-Teilnehmerin am Start. Mit dem guten Ergebnis aus Remscheid im Rücken, sollte es auch diesmal wieder bei den Profis losgehen. Vater Gerhard hatte nach den Schwierigkeiten bei der Remscheider Veranstaltung die virtuelle Karriere erstmal auf Eis gelegt.

Von: AMC Hellertal Burbach

Nun war es am 1. Augustwochenende soweit, am Samstag um 15 Uhr traf das Passwort per Email ein, damit man die zum Download auf der Homepage stehenden Dateien öffnen konnte. Bereits einen Tag zuvor war als Ergänzung zum Fahrerbrief eine vierseitige Erläuterung zur Aufgabenstellung veröffentlicht worden. Dort wurde ein Remake einer Fahrt aus dem Jahr 2010 sowie ein Remake einer Fahrt aus 1966 angekündigt.

Neben vielen allgemeinen Regeln wie Anbinden nach alter Karte und ansonsten nach Übersichtskarte, Fischgräten und Chinesen gelten bis zum nächsten Abzweig und einigen Dingen mehr, sollte es für die Klasse C dann nochmal besonders dick kommen.

  • Auf Bundesstraßen darf nur durch rechts abbiegen aufgefahren werden (kreuzen ist zulässig).
  • Pfeile dürfen nur einmal in voller Länge gefahren werden.
  • An Abzweigen, die als Chinese oder Fischgräte befahren wurden, darf anschließend in beide Richtungen nicht mehr der identische Weg gewählt werden

Da muss man sich doch einiges merken und nach Möglichkeit dann auch anwenden.

Bereits die Abfahrt vom Startplatz bereitet Nicole die ersten Probleme. Aber nach ein paar Minuten Bedenkzeit ging es dann nach rechts auf die Bundesstraße und die Fahrt konnte losgehen. Bis zu den Chinesen und Fischgräten am Ende der Aufgabe 3 lief dann auch alles gut und im Nachhinein auch fehlerfrei. Das zweite Chinesenzeichen bereitet dann doch einige Schwierigkeiten. Dort übersah die Leverkusenerin eine Veranstaltermarkierung in Form einer OK. Dies hatte die Konsequenz, dass die nachfolgende Fischgräte falsch gestartet wurde und so der erste Fehler dem Strafpunktekonto gutgeschrieben wurde. Aber davon wusste sie zu diesem Zeitpunkt noch nichts, nur eine Vorahnung, dass das wohl alles nicht so wirklich richtig sein kann, war schon da.

Die weiteren Aufgaben waren trickreich, aber trotzdem immer recht zügig lösbar und machten viel Spaß. Ein Anbinden nach alter Karte/Übersichtskarte wurde übersehen und ein eingezeichnetes Durchfahrt verboten Schild der falschen Straße zugeordnet. Das machten dann nochmal 20 Strafpunkte und somit wurde das Remake aus 2010 mit insgesamt 30 Strafpunkten abgeschlossen. Beim Blick auf die Ergebnisliste ist das mehr als man beim zweiten Start in der Profiklasse erwarten kann. Nur ein weiterer Teilnehmer kam auch auf 30 Strafpunkte, alle anderen kassierten mehr.

Leider gehörte aber zur Veranstaltung auch noch das Remake aus dem Jahr 1966 und die berühmt, berüchtigten alten schwarz-weiß Karten die in Duisburg häufig zum Einsatz kommen. Die Aufgabe bestand aus einer alten Karten mit einer Rallyeetappe. Die Streckenführung ergab sich damals aus Pfeilen und Strichen. Diese musste man nun zu einer Strecke verbinden, auf eine aktuelle Karte übertragen und dort abfahren. Da sich aber die Straßen in den letzten über 50 Jahren verändert haben, ist das nicht so leicht wie es gerade klingt. Viele alte Straßen sind nicht mehr vorhanden oder umgebaut. Mit wenig Freude an dieser Aufgabenstellung und dem Problem ohne Ausdruck auf dem Bildschirm zwischen den Karten hin und her wechseln zu müssen, wurde dann diese Aufgabe nicht mehr mit der letzten Sorgfalt gelöst und brachte 50 Strafpunkte ein.

Nachdem die Lösungen am Montag veröffentlicht wurden, sollte Dienstag nun die Ergebnisliste kommen. Rainer Witte konnte sich mit 70 Strafpunkten den Gesamtsieg sichern. Die Plätze 2-5 hatten alle 80 Strafpunkte auf dem Konto, so dass dort die frühere Abgabezeit zur Wertung herangezogen wurde. Dort hatte Nicole Jentsch mit drei Minuten auf den Viertplatzierte das Nachsehen und wurde 5. von 18 Teilnehmern. Ein sehr gutes Ergebnis, bedenkt man die hochkarätige Konkurrenz in diesem Teilnehmerfeld.

Ein großer Dank gilt dem NAC Duisburg und dort insbesondere Günter Goworek für die Mühe und Arbeit. Die 2010er Fahrt hat großen Spaß gemacht, die 1966er Fahrt war nicht so ganz der Geschmack der Autorin, aber da kann und darf man auch unterschiedlicher Meinung sein.

Text und Foto: Nicole Jentsch

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